Katzenschnupfen und Herpesvirus

Der Sammelbegriff Katzenschnupfen beschreibt eine Krankheit, die den Atmungstrakt, die Augen und die Maulschleimhaut betreffen kann. Mehrere Erreger viraler und bakterieller Natur sind daran beteiligt. Unter anderem Herpesviren, Caliciviren, Chlamydien und Bordatellen.
Besonders Katzenwelpen bis 11 Monate sind von schweren klinischen Erkrankungen betroffen.
Je mehr Tiere in einem Bestand zusammenleben, desto größer ist das Infektionsrisiko(Züchter, Tierheime).
Die Ansteckung erfolgt über direkten Kontakt oder durch Tröpfcheninfektion beim Niesen. Streßphasen führen zu Ausscheidung des Virus, während dieser Phase kann das betroffene Tier verschieden starke Symptome zeigen.
Die Herpesvirusinfektion verursacht hochgradigere Krankheitssymptome als die anderen Katzenschnupfenerreger (Fieber, Nasenausfluß, Niesen, Konjunktivitis, Zungen- und Hornhautulcera, Husten). Sehr oft kommt es zur Hornhautentzündung mit Ulcera. Die Behandlung erfolgt mit antiviralen Arzneimittel und antibiotischer Behandlungen, in schweren Fällen können auch Interferone eingesetzt werden. Als Vorbeugung (Prophylaxe) ist die Impfung anzuraten, obwohl die Infektion durch eine Impfung nicht verhindert werden kann. Das Ziel der Impfung ist die Verhinderung des Auftretens klinischer Symptome oder die Reduzierung ihres Grades.
Wichtig in Beständen mit mehreren Katzen, ist es die optimale Hygiene sicher zu stellen und weibliche Katzen mit chronischen Erkrankungen von der Zucht auszuschließen.


Da in den letzten Monaten in unserem Gebiet sehr schwere Katzenschnupfenfälle aufgetreten sind, 2 davon sogar tödlich verliefen, ist es mir ein besonderes Anliegen auf die Wichtigkeit der Schutzimpfung hinzuweisen. 

Katze

2 Kommentare zu „Katzenschnupfen und Herpesvirus“

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